Mittwoch, 6. August 2008

Oberflächlich?

Scheinbar geht twoday wieder. Neulich, als ich dringend was schreiben wollte, war die Seite lange Zeit nicht erreichbar. Und jetzt weiß ich nicht mehr, was es so Dringendes zu berichten gab... Naja, egal.

Neulich war ich das erste Mal beim CSD. War sehr interessant. Auch wenn da natürlich jede Menge Freaks unterwegs waren. Dazwischen lebt es sich natürlich leichter und man kann sich ungezwungen unters Volk mischen. Ich kenn mich ja in der Szene nicht aus, daher hab ich noch nie so viele Homos auf einen Haufen gesehen. Offenbar kamen viele davon von sehr weit her extra angereist. Sehr viel Köln, wenn ich mich nich verhört habe. Und ich bin hin und her gerissen. Einerseits fasziniert mich der Gedanke, dass ich ein Leben leben könnte wie sie. Andererseits bin ich abgestoßen. Ich weiß nicht, ob ich mich jemals in eine Lesbe verlieben könnte. Eine Frau, ja, auf jeden Fall, schon passiert, des Öfteren. Frau Fisch zum Beispiel.

Aber diese Frauen, die ich da gesehen habe... ich traue es mich kaum zu schreiben, aber für meinen persönlichen Geschmack waren viele von ihnen einfach abstoßend hässlich. Ich habe nichts gegen kurze Haare. Die meisten meiner Freunde sind kurzhaarig. Und eine Kurzhaarfrisur kann richtig gut und sexy aussehen. Aber sowas... Gut, natürlich erkennt man solche Lesben auch eher als Lesben als jetzt solche, die eher feminin aussehen. Schade ist das. Woher soll ich denn wissen, welche von denen nur mal gucken waren und welche tatsächlich auf Frauen stehen. Nicht dass ich ernsthaft auf der Pirsch war. Aber mal gucken wird ja wohl erlaubt sein... ;-) Die Hässlichen hatten eh alle eine andere Frau im Schlepptau.

Aber ich möchte gar nicht Teil eine Gruppe sein, deren Mitglieder so schlimm aussehen. Und das hat nichts damit zu tun, dass die nichts dafür können. Ich bin auch keine Schönheit. Und ich gebe zu, dass ich sehr leicht durch Schönheit zu begeistern bin und mir Äußerlichkeiten schon sehr wichtig sind. Aber diese raspelkurzen Haare, teilweise in hässliche Farben getaucht, das konnte man vielfach beim besten Willen nicht mehr als Frisur durchgehen lassen. Fast schon wie Aidskranke teilweise... Mir könnte es ja egal sein, wie die rumlaufen. Aber wenn ich es irgendwann mal schaffe, mich zu outen, wird mir das noch unangenehmer sein. Ist ja bewundernswert, dass es ihnen scheinbar egal ist, wie sie aussehen. Ich wundere mich nur, dass es ihnen selbst gefällt.

Ja, ich weiß, was gehts mich an, ich bin oberflächlich, und wenns denen gefällt, und offensichtlich finden das viele Lesben schön, denn die sind ja in aller Regel zu zweit. Aber Menschen werfen eben doch Gruppen in einen Topf. Nachdem sich eine Freundin von mir geoutet hatte, hat sie sich die Haare abgeschnitten. Sieht jetzt nicht sooo schlecht aus, wie bei den anderen, aber vorher wars schöner. Ich hoffe, das steht nicht im Aufnahmeantrag für die Homogruppe... Meine Haare bleiben dran, ich mag feminine Frauen. Ok, ich verliebe mich auch manchmal in burschikose. (Die Lieblingsfreundin ist auch diesem Typ zuzuordnen) Aber in Maßen. Ich habe ohnehin fast die Hoffnung aufgegeben, dass ich irgendwann mal eine Frau finde, die auf Frauen, auf mich steht und ich auf sie. Und die nicht aussieht, als wenn sie vom anderen Ufer ist. Zumindest nicht zu sehr. Auf Dauer ist es wirklich anstrengend, sich immer in heterosexuelle Frauen zu vergucken. Aber ich kann nichts dagegen machen. Ich hab grad wieder so eine Phase, in der ich soo gerne knutschend und anderweitig beschäftigt im Strandkorb rumsitzen wollen würde, am besten mit Frau Fisch. Die aber weder auf Frauen steht noch auf mich, das hat sie sogar gesagt, obwohl sie überhaupt nichts von mir wissen kann. Weiß nicht, ob das scherzhaft gemeint war, aber sowas enthält ja gern mal ein Körnchen Wahrheit... Scheinbar bin ich ein bisschen zu offensiv gewesen... o_O. Super Figur... Buhu.

Tjaja, die Hormone, schätze ich. Oder der Sommer. Oder was weiß ich. Nein, es geht mir nicht ausschließlich ums Aussehen. Sympathie ist mir sehr sehr viel wichtiger. Und die stellt sich nie ein, wenn nicht anderen Faktoren stimmen, Intellekt, Humor, eine Spur Verrücktheit, ein bisschen Zicke, eine ungesunde Mischung aus Zuneigungsbekundungen und Ablehnung (offenbar bin ich ambivalent sozialisiert...) und so weiter. Die Lieblingsfreundin ist vom Aussehen her nicht so meine Traumvorstellung, aber ich habe sie trotzdem geliebt, lange Jahre. Schönheit liegt ja auch immer etwas im Auge des Betrachters. Und dass ich Frau Fisch im Bikini schön finde, würden vielleicht auch nicht alle verstehen... Naja, egal. Ich muss weiter.

Dienstag, 22. Juli 2008

Austauschbar

Mein handschriftliches Tagebuch liegt relativ verwaist in der Ecke. Kann mich irgendwie nicht mehr aufraffen, mit dem Stift zu schreiben. Schade eigentlich. Denn hier fühle ich mich ja nicht so frei, zu schreiben, was mich wirklich und im Detail beschäftigt. Andererseits bin ich meist auch nicht in der Stimmung, alles zu analysieren. Zu viel Angst, irgendwas zum hundertausendsten Mal zu zerreden. Wie das mit Frau Fisch. Ja, ich werde traurig sein, wenn sie weg ist. Sie nicht. Dafür kennen wir uns auch noch nicht so lange. Es ist nur so, dass ich mich so schnell an Menschen gewöhne. Und wenn mein neues Leben losgeht, ist das Gefühl der Trauer vielleicht auch bald wieder vorbei. Hoffe ich. In letzter Zeit macht sie den Eindruck, als sei sie von mir genervt. Dabei sind wir weniger zusammen als vorher. Ich bemühe mich, nicht zu kleben, mache mich rar, mache mein eigenes Ding. Aber irgendwie bleibt es dabei. Ach, dann soll sie halt genervt sein. Ich fühle mich immer so verantwortlich, aber vielleicht bin ich das gar nicht, vielleicht liegt das Problem in ihrer Wahrnehmung, vielleicht ist mein Charakter das Problem, vielleicht ist sie allgemein unzufrieden, vielleicht dünste ich wieder das ideale Opfer aus, was weiß ich. Ich weigere mich, mich zu verbiegen und mich, abgesehen von normaler Rücksichtnahme, vollkommen von diesen Schwingungen vereinnahmen zu lassen. Wenn ich nerve, soll sie es sagen. Sie hat ja außerdem nicht die Pflicht, sich mit mir zu umgeben. Wenn sie sich verpflichtet fühlt und mich anruft, um was mit mir zu machen, ist das allein ihr Problem. Ich denke ohnehin, dass das irgendwas Internes ist, eine allgemeine Unzufriedenheit, die sie an mir auslässt. Ich eigne mich dazu, das weiß ich. Dann mal immer drauf. Ich wüsste jedenfalls nicht, wie ich unseren Kontakt weiter einschränken sollte, es ist nicht mehr als vorher, es ist eher weniger geworden. Ich bin sehr gern mit ihr zusammen. Aber in letzter Zeit hat sich die Euphorie dahingehend etwas gelegt. Wer will schon ständig mit jemandem zusammensein, der einem mit relativer Gleichgültigkeit, Desinteresse und Kommentaren begegnet, aus denen keinerlei Zuneigung, eher das Gegenteil, erkennbar ist. Ich weiß auch nicht, was sie hat. Ich bin mir nicht sicher, ob es hier eine Homie-Parallele gibt. Die Homie, die mich so nervt, auch wenn sie gar nicht da ist, bei der es mir bei jedem "Hast du Lust xy zu machen" so vorkommt, als würde sie mich das stündlich fragen, auch wenn es einmal im halben Jahr vorkommt. Einfach, weil sie so einen anhänglichen Eindruck macht. Vielleicht ist das hier ebenso. Kann gut sein. Frage mich nur, warum erst jetzt. Aber egal. Ich habe beschlossen, mein Ding durchzuziehen. Zu tun, was ich möchte. Wenn ich Lust habe, werde ich sie weiterhin fragen, in genügendem Abstand, ob wir dies oder das machen wollen. Das wird ohnehin nicht häufig vorkommen. Wie gesagt, ich habe etwas die Lust verloren, mit jemandem zusammenzusein, der mir ständig das Gefühl vermittelt, zu nerven und der nie was Nettes über mich sagt. Wenigstens einen Hauch von Sympathie könnte sie rüberwachsen lassen. Aber nichts. Vielleicht ist sie auch einfach nur so gefühlskalt. Wäre ja nicht die erste Dame, an die ich gerate, die so ist. Wobei sich die Lieblingsfreundin in dieser Hinsicht sehr gewandelt hat. Sehr zu meiner Freude. Minutenlang hat sie mich gedrückt, obwohl sie das nicht so mag. Vermutlich, weil sie weiß, dass ich es mag. Und vermissen tut sie mich. Wenigstens jemand. Im Moment habe ich hier das Gefühl, ich bin relativ austauschbar. Vielleicht macht man mal ab und an was mit mir, aber aus Mangel an Alternativen... So. Ich geh jetzt ins Bett.

Donnerstag, 17. Juli 2008

Fiktiver Dialog für irgendwann in der Realität

Ich: Ich hab dich lieb.
Sie/Er: Was hast du gesagt? Ich liebe dich?

Ich: Nein, ich hab gesagt: Ich hab dich lieb.
Sie/Er: Ach so. Aber sag mal.

Ich: Was?
Sie/Er: Na: Ich liebe dich.

Ich: Warum?
Sie/Er: Wirst schon sehen.

Ich: Ok. Ich liebe dich.
Sie/Er: Ich dich auch.


...

Wär mal schön... Irgendwann. Nur einmal im Leben "Ich liebe dich" zu hören. Von jemandem, der nur mich meint. Und den vielleicht auch liebe...

Mittwoch, 16. Juli 2008

Countdown

Ich bin echt urlaubsreif. Und bald ist es soweit, dann hab ich paar Tage Urlaub. Bin mir noch nicht sicher, ob das sehr entspannend wird, was geplant ist. Aber immerhin hab ich mal ein paar Tage am Stück Pause. So langsam merke ich doch, wie der Stress mich einholt. Die ständige Sitzerei vor dem PC. Hinzu kommt noch, dass das Wetter zur Zeit so mies ist, dass ich nicht mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren kann. Mir fehlt dieser körperliche Ausgleich, Hoffentlich wird es morgen besser... Ich glaube, ich mache mir viel von dem Stress auch selber. Natürlich erwartet der Chef manchmal wahre Wunder. Aber ich von mir auch. Und ich muss mich mittlerweile wirklich bremsen, um nach Arbeitsschluss nicht mehr ständig über die Dinge nachzudenken, die morgen anstehen und was ich noch schaffen muss. Das nervt mich selber. Ich bin zu angespannt. Und ich hab Angst, dass mein Urlaub doch noch abgesagt werden muss, weil zuviel ist. Naja, hoffen wir das beste. Irgendwann muss ich ihn ja eh nehmen, so lange hab ich nicht mehr.

Immerhin hat sich meine Wohnungssituation nun scheinbar wirklich völlig entspannt. Das hatte ich gar nicht berichtet. Wie vor ein paar Wochen plötzlich meine Mitbewohnerin vor mir stand und meinte, ich müsse ausziehen zum Ende des Monats. Die Vermieterin habe sie rausgeworfen, ach ja, und einen Mietvertrag habe sie selbst nicht... Naja, hat sich erledigt. Werde ich hier nicht weiter ausbreiten. Aber alles bleibt, wie es ist. Und das beruhigt mich, weil ich mir das Gehirn schon ziemlich zermalmt hatte. Und das, obwohl ich wusste, dass ich doch drinbleiben kann... Immerhin was. Ansonsten macht es mir Gedanken, das Danach, die Zukunft. Ich müsste was tun, um da was in die Wege zu leiten. Aber ich bin zu müde, zu geschafft, zu kaputt, um mich nach der Arbeit noch konzentrieren zu können... Schade, gerade jetzt könnte ich bestimmt glaubhaft versichern, dass ich ganz toll bin. Reden sich das stark Eingespannte nicht immer ein? ;-) Ich bin ein wenig traurig, dass bald alles vorbei ist. Aber vielleicht ist es das auch nicht, wir werden sehen. Vielleicht geht es irgendwie noch weiter, später. Und vielleicht kann ich tatsächlich noch zu Frau Fisch Kontakt halten. Auch wenn ich das nicht so recht glaube. Sie wirkt auch ein wenig müde im Moment. Vielleicht weiß sie auch nicht, was danach wird. Das hat nichts mit mir zu tun. Ich bezweifle, dass sie über mich nachdenkt. Aber wer weiß das schon so genau. Vielleicht bleiben wir irgendwie Freunde. Mal sehen.

Montag, 14. Juli 2008

Zwischen der Wäsche

Die Wäsche braucht noch etwas, bis sie durch ist. Spät, aber musste sein. Hab keine sauberen Sachen mehr im Schrank. Und frisch gewaschene Wäsche ist was Tolles. War ein anstrengender Tag heute. Bin vollkommen erledigt. Die Woche wird der reinste Stress, Ich freu mich auf meinen Urlaub. Und darüber, dass Frau Fisch mich mag. Du bist ein wunderbarer Mensch, hat sie gesagt, und das meine sie ernst. Und drumherum standen Menschen. Mein Leben ist immer noch von extremer Dankbarkeit gekennzeichnet. Obwohl nicht alles eitel Sonnenschein ist. Viel Unsicherheit, auch im Bezug auf die sehr nahe Zukunft. Anstrengende Arbeit, mehr als nerviger Kollege. Das Theater ums liebe Geld. Was man halt so hat. Ich denke, ich muss mich damit abfinden, dass ich mich im Leben nicht permanent in Sicherheit wiegen kann und mich an sich freuen kann, wenn mal für ein paar Monate eine Sache geklärt ist. Aber auch dann, das zeigen verschiedene kleine Schockerlebnisse, heißt das nicht, dass nicht von heute auf morgen alle vermeintliche Sicherheit weggeblasen sein kann. Ist eben so. Und weiter geht es trotzdem. Und nerven tut es trotzdem. Das Leben, Nichts ist glatt. Und nun ist die Wäsche durch und ich geh schlafen.

Donnerstag, 10. Juli 2008

Besucherfeindlich

Ich bin dafür, dass ich mal wieder ein Wochenende für mich habe! Das sind schließlich die einzigen beiden Tage, die ich frei habe. Eigentlich. Denn in der Realität wird für mich geplant. Jedes Wochenende meint jemand, mich besuchen oder von mir besucht werden zu müssen. Ich will ja nicht unhöflich klingen, aber langsam wird es mir zuviel. Das ist mir zuviel Action. Ich will einfach mal wieder ich sein können. Und ich habe festgestellt, dass das nicht richtig geht, wenn Menschen involviert sind, die ich kenne. Ich liebe meine Freunde. Es sind die tollsten Freunde der Welt, egal wo ich mich gerade aufhalte. Aber ich brauche auch Zeit für mich. Und das nicht nur ein paar Stunden. Ich weiß, dass das vollkommen normal ist. Trotzdem. Ich kann mich nicht richtig erholen, wenn mir jemand auf der Pelle hängt. Selbst wenn ich ihn noch so sehr mag. Ich fühle mich immer ein bisschen in meiner Freiheit eingeschränkt. Und das auch dann, wenn mir der andere völlig freie Hand lässt. Ich kann nicht so spontan sein, schon zu zweit bricht dann Hektik aus, wenn ich auf einmal beschliesse, dort und dort hin zu wollen oder einfach stundenlang durch die Gegend zu fahren, planlos, ohne zu reden. Oder so was. Es geht um die Optionen, die mir dann nicht so richtig offenstehen. Das letzte Wochenende war super, wirklich. Ich hab mich glaube ich geoutet der FR gegenüber. Ich denke, sie hat es verstanden. Ich werde sie nochmal darauf ansprechen, wenn es passt, einfach, um sicherzugehen. Es hat einfach gepasst am Wochenende, von der ganzen Thematik her. Naja. Das Wochenende davor war ich mit paar Leuten weg. Und davor war auch irgendwas. Und dieses Wochenende wollen gleich zwei Interessengruppen, dass ich sie besuche. Ich hasse es!!! An sich will ich einfach nur hierbleiben und rumgammeln. Einfach mal so. Ein wenig Routine, nicht dieser ständige Dauerfreizeitstress. Ich kann nur hoffen, dass nicht all die Leute, die angedroht haben, mich zu besuchen, dies auch wirklich vorhaben. Denn wie sagt man dann nein ohne sie vor den Kopf zu stoßen? Meine vernünftigen Gründe dürften kaum dazu führen, dass sie es nicht persönlich nehmen... Bei manchen Menschen fällt es mir leichter. Und sie meinen es ja nur gut und wollen gucken, wie ich lebe. Aber ich will hier mein Leben leben. Nicht permanent dabei unterbrochen werden. Klinge ich gemein? Kann sein. Aber dazu ist dieses Ding hier ja da, dass ich mal so reden kann, wie ich es wirklich empfinde: Nein, ich möchte im Moment keinen Besuch. Ich möchte keinem die Stadt zeigen. Ich freue mich, manche Menschen wiederzusehen. Aber bitte, nehmt euch ein Hotelzimmer und zieht euer Ding hier durch und wir treffen uns abends vielleicht auf ein Bier. So könnte es gehen. Vielleicht. Vielleicht bin ich ein Arschloch. Aber ich hab in letzter Zeit einfach die soziale Keule gekriegt. Ist ja toll, dass ich scheinbar doch Freunde haben, echte Freunde, die sich Zeit nehmen für mich. Wirklich, ich bin extrem dankbar für jeden von ihnen. Aber ich bin einfach nicht gastfreundlich. Gar nicht. Ganz furchtbar... Wobei ich merke, dass hier schon wieder zwei Dinge verquickt sind: Wie gerne ich hier Gäste habe (Fazit: ich bin nicht gastfreundlich) und wie mich soziale Beziehungen beim Ich-Sein stören. Oder so ähnlich. Ich schätze, ich brauch einfach nur ein bis zwei Tage keine Menschen um mich herum und schon sehne ich mich wieder nach ihnen. Im Moment ist es mir zuviel. Aargh!

Montag, 30. Juni 2008

Same old story

Warum eigentlich bin ich oder will ich scheinbar immer mit den Leuten befreundet sein, mit denen alle anderen auch befreundet sein wollen? Ich mach das ja nicht bewusst. Oder kommt es mir nur so vor, weil die zwei Leute, die es dann auch wollen, von mir als Konkurrenz empfunden werden? Ich bin mal wieder eifersüchtig. War ja auch nur eine Frage der Zeit...*ironischauflach*
Und ich weiß gar nicht, was mich mehr stört: das Gefühl, dass meine Freundin die andere Person lieber haben könnte als mich. Oder das Gefühl, dass diese Person scheinbar zu meiner Freundin Kontakt sucht, nicht aber zu mir. Und wenn ich mir das so durchlese, erkenne ich, dass das Wörtchen ICH schon wieder im Mittelpunkt steht. Ändern kann ich es aber trotzdem nicht. Es ist ein Gefühl, was urplötzlich aus meinem tiefsten Inneren hervorschießt. Ich kann versuchen, mich abzulenken. Aber es ist erstmal da und ich hasse dieses Gefühl.

Ich hätte so so gerne, dass es mir egal ist und ich nicht so viel Angst habe, dass ich nicht gemocht werde. Denn ich weiß, dass es nicht so ist. Es gibt Menschen, die mich mögen. Aber das reicht mir nicht. Ich will immer von allen, die ich mag am meisten, wenn nicht sogar ausschließlich gemocht werden. Wie ein Kleinkind, das anfängt zu heulen, sobald die Mama nicht mehr in Sichtweite ist, weil es Angst hat, dass sie nie nie wieder auftaucht...

Ich vermisse Frau Fisch. Dabei ist sie gerade mal ein paar Tage weg. Furchtbar, wie schnell ich mich an Menschen hänge. Irgendsojemanden brauche ich scheinbar immer. Die Lieblingsfreundin ist mir immer noch wichtig. Aber ich denke nicht mehr ständig über sie nach. Eigentlich kaum noch. Dafür jetzt über Frau Fisch. Nicht ganz so extrem, aber doch. Naja, egal. Vielleicht muss ich auch einfach mal akzeptieren, dass ich eben so bin, wie ich bin. Und nicht ständig vergleichen, wie es anderen Menschen geht. Denn das sind ja auch alles nur Spekulationen. Und wenn ich darunter leide, dass ich mich auf manche Menschen so einschieße, dann ist das eben so. Oder ich versuche, weniger darüber nachzudenken. Und stattdessen meine Zuneigung zu den Personen als etwas Positives zu verstehen. Denn an sich ist es das ja.

So, und jetzt muss ich schleunigst schlafen. So müde wie heute war ich lange nicht. Zum Glück ist die EM endlich zuende, da kommt man zeitiger ins Bett...

Dienstag, 17. Juni 2008

Reif für die Insel

Heut morgen und eigentlich den ganzen Tag hatte ich eine richtig beschissene Laune. Out of the blue. Dachte ja erst, dass es an mangelndem Schlaf letzte Nacht liegt. Wat sind die Spiele auch immer so spät?? Aber offenbar hat das Ganze auch noch andere körperliche Ursachen... Naja, ich sollte mir endlich mal wieder einen Kalender zulegen. Wenigstens kann ich nun davon ausgehen, dass sich meine Stimmung bald wieder bessert. Heute nix auf die Reihe gekriegt, alles nervte, hab mich fast mit Frau Fisch in die Wolle gekriegt wegen nichts und wieder nichts. Dabei ist die sonst nicht so leicht aus der Ruhe zu bringen. Dann auch noch wieder Stress mit diversen Ämtern und Behörden. Seit ich arbeite, krieg ich abends nichts mehr auf die Reihe. Und da ich sowas ja nicht während der Arbeitszeit erledigen kann, fällt es oft hinten runter. So ein nervender Kleinkram wie ein noch auszufüllender Bescheid drückt mir dann sowas von aufs Gemüt, dass mir das fast zuviel ist. Dabei ist es nur ein dämlicher Brief, nichts weiter. Einfach mal eben n VIertelstündchen ausfüllen, Marke drauf, zur Post. Erscheint mir zu schwer im Moment. Ich bin irgendwie urlaubsreif. Einfach mal ein paar Tage ausspannen. Am besten irgendwo, wo es keine Laptops, Handys und Briefkästen gibt. Aber könnte ich mich entspannen, wenn ich ständig Angst habe, einen Brief nicht fristgemäß verschickt zu haben? Außerdem würd ich gern nicht allein wegfahren. Mit der Lieblingsfreundin vielleicht. Oder der FR. Oder vielleicht sogar mit Frau Fisch. Eine von beiden. Einfach mal ne Woche weg. Irgendwo ans Meer. Bisschen Stadt in der Nähe, aber sonst nix. Und den ganzen Tag rumhängen, ein sinnloses Buch lesen, bisschen quatschen und sonst nichts. Hier ist soviel Freizeitangebot, dass ich mich permanent gestresst fühle. Ja, ich weiß, ich MUSS ja da gar nicht hin. Aber es ist doch nur einmal im Jahr und ich bin ja nicht so lange da und wer weiß, ob ich nochmal die Gelegenheit... und eigentlich will ich ja auch nur mal gucken, ich muss ja nicht so lange bleiben, und danach mach ich aber wirklich ruhig, das nächste Wochenende bestimmt... Jajaja... ich muss das irgendwie in den Griff bekommen...

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